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18.3 Einfacher Kennwortschutz mit Verschlüsselung

18.4 Vertrauensstellungscenter

Access 2003 lieferte einige Mechanismen, mit denen man sich vor bösartigem Code und bösartigen SQL-Statements schützen konnte. Diese Vorrichtungen waren sehr sinnvoll, aber das ständige Erscheinen von Sicherheitsmeldungen beim Öffnen einer Datenbank brachte viele Benutzer dazu, diese Mechanismen abzuschalten - die Access-FAQ von Karl Donaubauer führt sogar einen eigenen Eintrag speziell zu diesem Thema [1].

In Access 2007 gibt es diesbezüglich einige Neuerungen, die in erster Linie die Anzahl der zu bestätigenden Sicherheitsmeldungen reduzierten. Nach dem Öffnen einer Datenbank prüft Access 2007 aufgrund einer von zwei Bedingungen, ob die Datenbank vertrauenswürdig ist und alle enthaltenen Funktionen komplett zur Verfügung stehen:

  • Vertrauenswürdige Speicherorte: Sie können in den Access-Optionen im Bereich Vertrauensstellungscenter|Microsoft Office-Access Vertrauensstellungscenter mit der Schaltfläche Einstellungen für das Vertrauensstellungscenter den Dialog aus Abbildung 18.4 öffnen und dort Verzeichnisse festlegen, aus denen Access-Datenbanken ohne Wenn und Aber geöffnet werden.
  • Vertrauenswürdige Herausgeber: Sie können wie in Access 2003 festlegen, dass Datenbanken von bestimmten Anbietern sicher sind. Dazu versieht dieser die Anwendung mit einer digitalen Signatur (weitere Informationen siehe weiter unten).
  • Die Einstellungen für vertrauenswürdige Herausgeber und Speicherorte greifen natürlich nur, wenn Sie entsprechende Einstellungen für die Makros vorgenommen haben. Diese finden Sie im gleichen Dialog im Bereich Einstellungen für Makros (siehe Abbildung 18.5). Mit der Einstellung aus der Abbildung brauchen Sie sich nicht um vertrauenswürdige Herausgeber und Speicherorte zu kümmern - Access führt so alle Datenbanken in vollem Umfang aus. Keine Frage, dass dies nicht besonders sicher ist; Sie sollten also eine höhere Sicherheitsstufe wählen.

    Abbildung 18.4: Einstellen von vertrauenswürdigen Verzeichnissen

    Abbildung 18.5: Einstellungen für das Ausführen von Makros

    Wenn Sie etwa die Option Alle Makros mit Benachrichtigung deaktivieren ausgewählt haben, blendet Access unterhalb des Ribbons eine Leiste mit einer Sicherheitswarnung ein, zu der Sie mit der Schaltfläche Optionen... weitere Informationen anzeigen lassen können (siehe Abbildung 18.6).

    Abbildung 18.6: Wenn Sie eine nicht als vertrauenswürdig eingestufte Anwendung öffnen, erscheint eine Sicherheitswarnung und Sie können den Dialog aus dieser Abbildung anzeigen lassen

    Mit der Option aus dem Bereich Statusleiste des Vertrauensstellungscenters können Sie auch die Anzeige der Statusleiste unterbinden (siehe Abbildung 18.7). Bei dieser Einstellung bekommt der Benutzer nichts davon mit, wenn der VBA-Code einer Anwendung gesperrt wurde - außer, dass der VBA-Code eben nicht mehr funktioniert.

    Das ist natürlich ziemlich schlecht: Wer will schon zahllosen Benutzern klarmachen, dass die Anwendung nicht funktioniert, weil die Sicherheitseinstellungen dies nicht erlauben? Immerhin hat Microsoft sich für diesen Fall etwas einfallen lassen: Es hat nämlich die Makros erheblich aufgewertet. (Hinweis an Quereinsteiger aus der Excel-Ecke: Unter Access steht der Begriff Makro für eine spezielle, vereinfachte Art der Automatisierung, die nur eine kleine Teilmenge von VBA abbildet!)

    Abbildung 18.7: Deaktivieren der Anzeige der Statusleiste, die bei Datenbanken mit gesperrtem Inhalt angezeigt wird

    Jedenfalls werden einige Makrobefehle, mit denen Sie keinen Schaden anrichten können, von der Sperrung durch die Sicherheitsmechanismen von Access ausgeschlossen, damit Sie zumindest grundlegende Aufgaben auch bei höchster Sicherheit automatisieren können.

    Benutzen sollten Sie dies allerdings nur in einem Fall: Um beim Öffnen der Datenbank zu prüfen, ob die lokalen Einstellungen von Access das Ausführen aller Funktionen der Anwendung erlauben, und den Benutzer gegebenenfalls darauf aufmerksam zu machen, dass er mit den aktuellen Einstellungen keinen Spaß an der Datenbankanwendung haben wird. Und das geht so:

  • Legen Sie mit dem Ribbon-Befehl Erstellen|Andere|Makro ein neues Makro an.
  • Blenden Sie mit Entwurf|Einblenden/Ausblenden|Bedingungen die Bedingungen-Spalte ein.
  • Fügen Sie die Makro-Aktionen aus Abbildung 18.8 in den Makroentwurf ein.
  • Speichern Sie das Makro unter dem Namen AutoExec. Auf diese Weise wird es direkt beim Start der Datenbank aufgerufen, soweit der Anwender nicht beim Starten die Umschalttaste drückt.
  • Mit diesem Makro stellen Sie sicher, dass der Benutzer auf jeden Fall eine Meldung erhält, dass die Anwendung nur eingeschränkt ausgeführt werden kann - selbst, wenn er im Vertrauensstellungscenter die höchste Sicherheitsstufe aktiviert und die Statusleiste zum Anzeigen von Meldungen deaktiviert hat.

    Auf diese Weise braucht Sie zumindest kein Benutzer Ihrer Datenbanken zu fragen, warum diese Datenbanken nicht richtig funktionieren. Am besten fügen Sie zum Meldungstext noch einen Hinweis hinzu, wie der Anwender sich Zugang zum vollen Funktionsumfang verschaffen kann.

    Aber Achtung: Wenn Sie die Datenbanken nach dem Anzeigen der Meldung wie in obigem Makro schließen, bekommt der Benutzer auch keine Gelegenheit, auf eine eventuell angezeigte Statusleiste mit der Möglichkeit zum Aktivieren des Inhalts der Anwendung zu reagieren. Lassen Sie die mittlere Anweisung des Makros also gegebenenfalls weg.

    Die letzte Anweisung führt übrigens eine VBA-Funktion aus - damit können Sie dann direkt feststellen, ob die Anwendung wie gewünscht läuft.

    Abbildung 18.8: Dieses Makro zeigt eine Meldung an, wenn die Anwendung mangels Vertrauenswürdigkeit nur eingeschränkt ausgeführt wird

    Nächster Abschnitt:

    18.5 Digitale Signaturen

    © 2006-2008 André Minhorst Alle Rechte vorbehalten.