Jetzt bestellen
+ direkter Download des eBooks!
Übersicht der Themen
Für wen ist das Buch?
Melanie Breden
André Minhorst
Kostenloser Download von Inhaltsverzeichnis, Probekapitel und Index des Buchs
Beispieldatenbanken
Zusätzliches Material

Das Buch

Das Buch zeigt alle Techniken, die man zur Anpassung des Ribbons benötigt, und mehr: So erfahren Sie, welche Strategie Sie beim Anpassen bestehender Menüs und Symbolleisten verfolgen sollten, lernen Tricks zum VBA-gesteuerten Anlegen von Kontextmenüs kennen und setzen die neuen benutzerdefinierten Custom Task Panes ein. Dabei handelt es sich um Bereiche, die am Rand von Office-Anwendungen eingeblendet werden und sich hervorragend dazu eignen, interaktiv auf die Inhalte anderer Office-Anwendungen zuzugreifen.

Im Detail

Details finden Sie im Inhaltsverzeichnis, das Sie im Downloadbereich herunterladen können.

Das Office 2007 Ribbon

Microsoft hat sich mit der neuen Office-Version für eine völlig neue Menüführung entschieden.

Warum?

Lange glaubte man, dass die Benutzer alle für sie wichtigen Funktionen in der Menüstruktur bis Office 2003 finden konnten. Das war mitnichten so: Viele Features blieben den normalen Benutzern vorenthalten, weil sich deren Aufruf in den Tiefen der Menüstrukturen verbarg. Wohlwissend, dass es in Anbetracht der Mächtigkeit der Office-Anwendungen eine passende Funktion geben muss, konnte man diese mangels Aufrufmöglichkeit nicht nutzen.

Gerade neue Features fielen den Benutzern gar nicht auf, wodurch viele nicht wussten, warum sie überhaupt zur einer neuen Version gewechselt sind. Zudem lieferte jede Office-Version mehr und mehr Features, Menüs, Menüeinträge und andere Elemente wie zuletzt die Aufgabenbereiche.

Wie?

Microsoft hat bereits im August 2003 mit der Entwicklung des Ribbons begonnen. Es sollte eine komplett neue Anwendungssteuerung her, die mehr Effizienz, schnelleres Aufrufen und auch mehr Spaß bringen soll und dazu die bestehenden Menübefehle übersichtlicher anordnet.

Gerade um die Übersichtlichkeit zu erhöhen, wurden zahllose Studien durchgeführt, die ermitteln sollten, wie die Benutzer mit den Office-Anwendungen arbeiten, welche Menüs und Funktionen sie nutzen und auch welche Funktionen sie nicht nutzen, weil sie diese nicht finden.

Und?

Aller Anfang ist schwer: Die komplette Umgewöhnung führt zu Unmutsäußerungen seitens der Benutzer, aber eine Umfrage mit Benutzern, die bereits zwei Monate mit dem Ribbon arbeiteten, brachte durchweg positive Ergebnisse.

Und das Ribbon bietet echte Vorteile:

  • Es kann viel mehr Steuerelemente als Menü- und Symbolleisten anzeigen.
  • Eine angeklickte Schaltfläche verschwindet nicht - dies war bei der Menüleiste in der Regel so (Beispiel: Datei|Speichern). Ausnahme sind Untermenüs im Ribbon.
  • Benutzerdefinierte Symbole lassen sich viel einfacher integrieren.
  • Viel Arbeit für Entwickler und Poweruser

    Während der normale Anwender üblicherweise vom Ribbon der neuen Office-Version profitieren sollte, birgt es für Entwickler und Poweruser eine echte Herausforderung: Anpassungen sind nämlich nicht so einfach möglich, wie es in den vorherigen Office-Versionen der Fall war. Dazu sind nun mindestens grundlegende XML-Kenntnisse erforderlich, denn das Aussehen des Ribbons kann nur per XML-Definition angepasst werden, und zweitens muss man je nach Anwendung unterschiedlich vorgehen, um das Ribbon nach eigenen Wünschen anzupassen.

    Ribbon-Beispiele

    Nachfolgende finden Sie einige Beispiele für das, was Sie mit dem Ribbon alles anstellen können ...

    Standard-Ribbon anpassen

    Das Ribbon lässt sich von verschiedenen Orten aus anpassen. Einer sind sogenannte COM-AddIns: Sie werden beispielsweise mit VB6 oder VB 2008 Express Edition programmiert und enthalten Ribbon-Definitionen, die dafür sorgen, das etwa das Word-Ribbon dauerhaft um wichtige Befehle erweitert wird, die man von den Symbolleisten vorheriger Office-Versionen gewohnt war. In diesem Beispiel sieht man links im Bereich "Basisfunktionen" einige Schaltflächen, die das Ribbon üblicherweise nicht anzeigt und die man auch nicht so einfach hinzufügen kann - es sei denn über die Schnellstartleiste (das ist der Bereich ganz oben neben dem Office-Button).

    Ribbon-Programmierung für Office 2007

    Word-Dokumentvorlagen

    Einer Dokumentvorlage unter Word kann man mit einem benutzerdefiniertem Ribbon optisch ansprechende Steuerelemente zum Auswählen etwa von Absatzformaten hinzufügen. Wenn nur wenige Funktionen von Word für die Arbeit mit der Vorlage benötigt werden, lassen sich diese komplett in einer eigenen Ribbon-Definition darstellen.

    Ribbon-Programmierung für Office 2007

    Access-Anwendungen

    Unter Access, das bekanntlich auch zum Erstellen kompletter Datenbankanwendungen geeignet ist, kann man die komplette Anwendungslogik über das Ribbon erreichbar machen. Gut zu erkennen sind hier die vielen verschiedenen Steuerelementtypen, mit denen sich beispielsweise eine Suchfunktion leicht realisieren lässt.

    Ribbon-Programmierung für Office 2007

    Ribbon-Programmierung für Office 2007

    Excel-Anwendungen

    Wer in Excel einen Betrag von einer Rechnung in eine Tabelle übertragen möchte, aber nur den Brutto-Betrag kennt, kann sich mit einer kleinen Funktion behelfen, die er über eine in der Excel-Datei festgelegte Ribbon-Schaltfläche aufruft: Brutto-Betrag markieren, auf "Mehrwertsteuer" klicken, Netto-Betrag im Feld vorfinden - fertig.

    Ribbon-Programmierung für Office 2007

    Outlook-Aufgaben in Word anzeigen

    Mit Custom Task Panes kann man die Interaktion der Office-Anwendungen verbessern. Wer beispielsweise viel mit Word arbeitet, möchte beim Erstellen von Dokumenten auftauchende Aufgaben gern erfassen, aber nicht unbedingt immer Outlook starten, um diese zu notieren. In einem Custom Task Pane kann man Informationen aus anderen Anwendungen anzeigen und oder Funktionen der jeweiligen Anwendung verwenden, um wie in diesem Beispiel eine neue Aufgabe anzulegen.

    Ribbon-Programmierung für Office 2007

    Ein weiteres Beispiel für ein Custom Task Pane in Word könnte beispielsweise beim Auswählen einer Adresse aus einer Datenquelle wie Excel, Access oder Outlook dienen und diese in ein Anschreiben hineinkopieren, damit man dieses nicht mehr von Hand erledigen muss.

    Custom Task Panes in Outlook-Mails

    Outlook ist die einzige Office-Anwendung, deren Hauptfenster noch kein Ribbon und kein Custom Task Pane bietet. Anders ist dies bei den Fenstern, die neue Mails, Kontakte oder Termine anzeigen. Hier wurde das Ribbon des Mail-Inspectors um eine Schaltfläche erweitert, die ein Custom Task Pane einblendet, mit dem sich komfortabel Dateien auswählen und als ZIP verpackt zur aktuellen E-Mail hinzufügen lassen.

    Ribbon-Programmierung für Office 2007

    © 2008 André Minhorst Alle Rechte vorbehalten.